Fragen & Antworten

Hier findest du alle Fragen und Antworten, die wir über die Zeit sammeln und für wichtig erachten.
Falls dir etwas fehlt oder auch du die FAQs erweitern möchtest, dann schreib uns gerne direkt über das Kontaktformular.

FAQs

Ab wann sollte man mit Vorsorgeuntersuchungen beginnen?

Das hängt davon ab, um welche Vorsorge es geht, wie alt du bist und ob es in deiner Familie bestimmte Krebserkrankungen gibt. Manche Untersuchungen starten schon ab 20, andere erst später. Wichtig ist: Warte nicht erst, bis etwas weh tut.

In Deutschland gibt es gesetzliche Krebsfrüherkennungsangebote unter anderem für Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Hautkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs. Der Gemeinsame Bundesausschuss regelt dabei, welche Untersuchungen in welchem Alter vorgesehen sind.

  • Ab 20 Jahren: Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
  • Ab 30 Jahren: Tastuntersuchung der Brust
  • Ab 35 Jahren: Hautkrebs-Screening
  • Ab 45 Jahren: Prostata-Früherkennung
  • Ab 50 Jahren: Darmkrebs-Früherkennung
  • Ab 50 bis 75 Jahren: Mammographie-Screening zur Brustkrebs-Früherkennung

Bei familiärer Vorbelastung, Beschwerden oder einem unguten Bauchgefühl kann es sinnvoll sein, früher mit Ärztinnen oder Ärzten darüber zu sprechen.

Aber alle diese Gesetze helfen nichts, wenn wir nichts tun.
Manche Vorsorgeuntersuchungen werden auch nicht bezahlt, wenn du das Alter dafür nicht hast oder es keine gesetzliche Regelung gibt.
Wir sagen: Lieber eine Vorsorge selbst bezahlt, als zu spät entdeckt.

Vorsorge ist ein Zeichen dafür, dass du dir selbst wichtig bist.

Welche Warnsignale sollte ich ernst nehmen?

Unklare Schmerzen, ungewöhnliche Veränderungen im Körper, anhaltende Müdigkeit oder Gewichtsverlust sollten ärztlich abgeklärt werden – auch wenn sie harmlos erscheinen.
Lieber einmal mehr zum Arzt.

Kann Sport wirklich vor Krebs schützen?

Regelmäßige Bewegung kann das Risiko für bestimmte Krebsarten senken und stärkt gleichzeitig das allgemeine Wohlbefinden.
Schon moderate Aktivität wie Spazierengehen macht einen großen Unterschied.
In unserer Broschüre "Auf die Plätze. Fertig. Los." gehen wir näher auf das Thema ein.

Welche Rolle spielt Ernährung bei der Krebsprävention?

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann das Immunsystem stärken.
Stark verarbeitete Lebensmittel und zu viel Zucker sollten möglichst reduziert werden.
Auch hier haben wir separat viele Informationen in unserer Broschüre "Meine Suppe ess´ ich nicht." bereitgestellt.

Wie kann ich mein Krebsrisiko im Alltag senken?

Ein gesunder Lebensstil spielt eine wichtige Rolle: ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, wenig Alkohol, Nichtrauchen und Stressreduktion können das Risiko an Krebs zu erkranken senken.
Es gibt und das ist wichtig: Keine Garantie. Man kann vorbeugen und senken, aber nichts davon ist eine Gewähr.
Wir raten - bei jedem Menschen - zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen.

Warum ist Krebsprävention so wichtig?

Krebsprävention hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen oder sogar zu reduzieren. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Krankheiten in einem Stadium entdecken, in dem sie oft besser behandelbar sind.

Wie finde ich wieder Vertrauen in meinen Körper?

Nach einer Krebsdiagnose fühlen sich viele Menschen ihrem eigenen Körper gegenüber unsicher oder entfremdet. Das Vertrauen wieder aufzubauen braucht Zeit.

Hilfreich können sein:

  • sanfte Bewegung wie Spaziergänge oder Yoga
  • Achtsamkeits- oder Atemübungen
  • kleine körperliche Ziele setzen
  • Geduld und Mitgefühl mit sich selbst

Dein Körper hat viel durchgemacht – und gleichzeitig leistet er jeden Tag unglaublich viel. Schritt für Schritt kann das Vertrauen zurückkehren.

Was hilft gegen das Gefühl der Einsamkeit während der Krankheit?

Zuerst einmal: Wir alle haben uns einsam gefühlt. Und damit ist schon eine Sache klar: Du bist nicht alleine. Wir waren alle jeden Tag zu Hause - allein und es fühlte sich an, als wäre man der einsamste Mensch auf der Welt.
Es ist nur ein Gefühl - ein starkes Gefühl - aber eben nur ein Gefühl - da sind ganz viele denen es auch so geht.

Viele Menschen mit Krebs fühlen sich zeitweise isoliert. Freunde und Familie wissen manchmal nicht, wie sie reagieren sollen. Der Alltag verändert sich. Und plötzlich fühlt sich selbst ein voller Raum leer an.
Für manche ist die Zeit in der Onkologie sogar ein Ort, an dem sie sich weniger allein fühlen – weil dort Menschen sind, die verstehen, ohne dass man erklären muss.

Einige Dinge können dir helfen im Alltag das Gefühl zu lindern:

  • Gespräche mit anderen Betroffenen. Nummern austauschen. Auf einen Kaffee treffen, wenn es euch möglich ist.
  • Selbsthilfegruppen in deiner Region oder Online-Communities
  • Gespräche mit Psychoonkologen oder auch deinen vertrauten Ärzt:innen
  • bewusst Kontakt zu Menschen halten, denen man vertraut

Manchmal braucht es nur ein Telefonat am Tag.
Und wenn das alles gerade nicht geht: Dann darf es auch ein Serienmarathon, ein schönes Buch oder einfach eine Decke auf dem Sofa sein.

Gemeinsam statt Einsam.

Angst, dass der Krebs wieder kommt – was nun?

Eine Angst, die du lernst zu akzeptieren. Diese Angst ist nicht dein Feind.
Sie sagt: "Geh regelmäßig zur Kontrolle." "Höre auf deinen Körper" "Lass uns den Körper frühzeitig untersuchen." "Ich bin etwas besonderes, weil ich dir helfen will."

Wir verbinden Angst immer mit etwas schlechtem. Dabei ist Angst ein Zeichen dafür, dass wir auf uns hören.
Die Angst, dass der Krebs wiederkommt, kennen viele Betroffene.
Sie kann laut sein, plötzlich auftauchen und besonders vor Kontrollterminen alles wieder hochholen.

Lass sie zu, aber lass sie niemals die Kontrolle übernehmen.

Viele Betroffene berichten, dass ihnen hilft:

  • offen über ihre Gefühle und Ängste zu sprechen
  • sich Schritt für Schritt auf die nächsten Behandlungsschritte zu konzentrieren
  • Unterstützung durch Familie, Freunde oder Beratungsstellen anzunehmen

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben.
Mut bedeutet, sie zuzulassen.

Kann ich während der Krebs-Therapie arbeiten?

Das hängt stark von der Art der Therapie, deinem Gesundheitszustand und deiner Arbeit ab. Manche Menschen arbeiten teilweise weiter, andere brauchen eine längere Pause, um sich vollständig auf ihre Behandlung und Erholung zu konzentrieren.

Wichtig ist, auf deinen Körper zu hören.
Krebsbehandlungen können sehr anstrengend sein, und Erholung ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses.
Sprich mit deinem Arzt und deinem Arbeitgeber über mögliche Lösungen.
Ansätze, die vielleicht zu deinem Leben und deiner Therapie passen:

  • reduzierte Arbeitszeit
  • flexible Arbeitsmodelle
  • eine vorübergehende Auszeit bis zum Abschluss der Therapie (Chemo, Bestrahlung, OP)
  • andere, leichte Tätigkeiten im Unternehmen übernehmen, wenn es deine Arbeit und dein Arbeitgeber zulassen

Deine Gesundheit - Du und dein Leben - das hat jetzt Priorität.